Sag mir, wo die Farben sind…

Was ist das objektiv, eine schöne Farbe, wenn doch jeder Mensch einen anderen Geschmack hat. Rot – das ist doch eine schöne Farbe, werden Sie sagen. Rot ist laut und sinnlich und auffallend dazu… nur – welches Rot? Das von Marlboro, das Ferrarirot oder das von Coca Cola oder doch besser Mon Cheri? Rot hat keinen wirklichen Merkwert. Ohne den unmittelbaren Vergleich in gedruckten Farbmustern weiß das Farbhirn in der Erinnerung nur: Rot Pauschalsuppe.

Unglaublich viele Varianten gibt es. Alle in Nuancen anders. Doch so richtig merk- und erinnerungsfähig bleiben Rottöne nur dann, wenn sie so extrem anders sind wie z. B. das Magenta von T-Com oder das Dunhill-Dunkelrot auf der anderen Seite des Rot-Spektrums. Bei Blautönen ist es nicht viel anders, vor allem dann nicht, wenn man an die dunkelblauen Töne denkt. Unterscheidungsmerkmal 0,0. So wenig wie morgens an den Flugsteigen A – Z das unisono Mausgrau der Anzugträger…

Doch Company-Colour richtig eingesetzt arbeitet sie mehr als erfolgreich: Als Identity-Tool.

Ist z. B. dieser unsägliche Fleischton von Manner Schnitten denn keine schöne Farbe? Ja doch, ganz sicher sogar, weil ganz konsequent und kompromisslos angewandt. Schnell gelernt beim Skispringen auf den Mützen der Athleten. Schön oder nicht schön. In dieser konsequenten Penetranz wird jede Farbe deshalb schön, weil über den ersten Blick bereits Identifikation mit dem Unternehmen erfolgt, das diese Farbe trägt. Farbe als Werkzeug. Test gefällig?!

Ich sage jetzt: Tiffany-Türkis! Schon ist das Bild in Ihrem Kopf. Nicht ungefähr, sondern ganz genau. Milka. Das innere Auge auf dazu, sie sehen es sofort. Nicht braun wie das Produkt sondern lila – so sieht also Schokolade aus! Wer unter uns Marketing-Profis hätte denn den Mut gehabt, dieses unsägliche K…braun von UPS zur Company Colour zu erheben? Eine marketingtechnische Großtat, wenn man bedenkt, wie schnell durch diese „Un-Farbe“ diese drei Buchstaben UPS (ja, sagen sie jetzt ruhig ganz laut „Uuups“ dazu) in unseren Köpfen nicht nur gelandet sondern unauslöschlich angekommen sind. So wird Farbe effizientes Identity Tool.

Sie meinen, alle Farben seien schon irgendwie besetzt in der Welt der Unternehmensgestaltung? Nun: Der Pantone-Farbfächer „4 Colors Process Guide“ bietet 3.010 Farbnuancen. Fast jede für sich eine Schönheit dann, wenn man ihr nur den Raum zur Wirkung und Entfaltung gibt. Nicht verwässert, mal so, mal so oder nur so ähnlich. Sondern genau so. Immer so. Dann blüht sie auf, diese Farbe, entfaltet ihre ganze Kraft. Die Kraft der Identität mit genau diesem Unternehmen. Sie entsteht allein in unseren Köpfen. Mut tut auch hier nur gut!

ByRon

 

RonLogos – Computer

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