A24 GmbH in Obersendling integriert junge Leute in Berufswelt

München – Unter einer Figur, die an einem Rad dreht, steht der Spruch „Werkstatt mit sozialem Antrieb“. „Mit diesem neuen Logo wollen wir den sozialen Aspekt unserer Arbeit mehr in den Vordergrund stellen. Denn unser Hauptzweck  ist ja die berufliche Integration und Beschäftigung von auf dem freien Arbeitsmarkt benachteiligten und schwer vermittelbaren Menschen“, sagt Andreas Görres, Geschäftsführer von „A 24“ bei der Feier im neu gestalteten Kundenempfangsraum des Betriebs.

Logo, Renovierung und die Präsentation des Jahresberichts 2010 sind Anlass für einen Empfang bei der Werkstatt in der Aidenbachstraße 36 in Obersendling. Mehr als 150 Menschen sind bei „A 24“ beschäftigt. Das Unternehmen ist einer der größten mittelständischen Ausbildungsbetriebe Münchens und bietet sechs verschiedene Ausbildungen an, vom Karosserie- und Fahrzeugbau-Mechaniker bis zum Fahrradmonteur. Jugendliche ohne Schulabschluss, Menschen, die straffällig geworden sind oder an Suchtproblematiken leiden, finden einen Ausbildungsplatz in der A 24. Vermittelt werden sie durch die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter. „Auch wenn wir eine soziale Organisation sind, ist das Niveau unserer Ausbildung so hoch wie auf dem freien Markt“, sagt Görres. Das zeige sich auch daran, dass „90 Prozent derjenigen, die in der A 24 ihren Abschluss machen, später eine Stelle finden.“ Doch die jungen Menschen erlernen in der Obersendlinger Werkstatt nicht nur einen Beruf: „Ob Schuldenprobleme, Wohnungssuche, Stress zu Hause: Meine Tür steht immer offen“, erzählt Doris Bachmann. Die 29-jährige Sozialpädagogin begleitet die Jugendlichen bei ihren Ausbildungen. Ihr gefällt die Kombination aus Betriebsalltag und sozialer Arbeit.

Auch Christian Alberti von der Münchner Werbeagentur „paragraph eins Die Kommunikationsgenossenschaft“, der Logo und Spruch entworfen hat, ist von der A 24 angetan: „Lebensläufe zu reparieren ist eine geniale Produktleistung“, sagt er. Mehr über A 24 im Internet: www.a24.de

Leonie Feuerbach

Artikel aus der SZ vom 07.06.2011

Share →